Das erste Puppenhaus – ab welchem Alter?

Für die meisten kleinen Mädchen ist ein Puppenhaus das absolute Traumspielzeug. Doch im Gegensatz zu vielen anderen Spielzeugen ist für ein Puppenhaus durchaus ein gewisser Grad der Mindestreife notwendig. Wir haben uns genauer angeschaut, ab welchem Alter ein Puppenhaus angebracht ist.


Fangen wir zuerst mal mit einer allgemeinen Aussage an: Die allermeisten Puppenhäuser sind für Kinder ab ca. 3 Jahren geeignet. Natürlich muss man den jeweiligen, individuellen, Entwicklungsstand des Kindes in Betracht ziehen. Manche Kinder entwickeln sich halt ein bisschen schneller, andere ein bisschen langsamer. Aber allgemein kann man trotzdem sagen, dass 3 Jahre die Untergrenze ist. Die meisten Hersteller geben auf der Verpackung ihrer Puppenhäuser eine Altersempfehlung an, und diese fällt auch zur großen Mehrheit auf ca. 3 Jahre (oder, wie es auch oft angegeben wird: 36 Monate). Selbst dann sollte aber dringend ein Erwachsener als Aufsichtsperson dabei sein.
Eine Empfehlung dazu von unserer Seite – gerade bei kleinen Kindern: Wenn nicht mit dem Häuschen gespielt wird, dann sollte es, falls möglich, in einem Schrank oder Container gelagert werden. Dann kann niemand drauf fallen, dagegen rumpeln, drüber Stolpern oder einen anderen Unfall damit haben.

Aber wieso braucht es überhaupt ein Mindestalter für Puppenhäuser?

Der Grund dafür ist einfach, dass Puppenhäuser nun mal kein ganz einfaches Spielzeug sind. Sie verfügen über Ecken und Kanten und können, durch ihre Form bedingt, durchaus leicht kaputt gehen wenn ein unvorsichtiges, oder von einem Wutausbruch gepacktes, Kleinkind drauf fällt. Auch die Puppen und Einrichtungsgegenstände sind nicht zu unterschätzen – sie verfügen meist über Spitzen und haben oft Kleinteile die durchaus leicht verschluckt werden können.
Es sollte also klar sein, dass allein schon aus Sicherheitsgründen ein gewisses Alter da sein sollte um sicher mit einem Puppenhaus Spaß zu haben.

Zwei kleine Ausnahme zu der allgemeinen Regel gibt es aber:
Zuerst einmal die immer beliebter werdenden 3D-Puzzle Puppenhäuser. Hierbei handelt es sich ja nicht wirklich um klassische Puppenstuben, aber wir wollen sie trotzdem ansprechen. Bei ihnen muss man vor allem beachten, dass sie meist aus viel schwächerem Material (meist Pappe/Karton) sind, als normale Puppenhäuser. In den Händen von einem größeren Kind von 7-8 Jahren, kann das schon funktionieren, aber bei einem 3 Jährigen ist das Haus nach wenigen Tagen vernichtet.
Die andere Ausnahme sind Miniaturen. Der Übergang zwischen Puppenhaus für Kinder und komplexer Miniatur ist heutzutage, zumindest was das optische angeht, fast schon fließend. Nicht aber, wenn es um die Stabilität geht. Kinder-Puppenstuben sind konstruiert um mit den Launen von kleinen Kindern fertig zu werden. Miniaturen die auf Erwachsene zugeschnitten sind, verfügen meist über weit weniger Stabilisation und können über Elemente und Materialien verfügen die für Kinder vermieden werden sollten (z.B. Schrauben, Nägel etc.). Diese komplexen Miniaturen gehören entsprechend normalerweise auch nur in die Hände von Erwachsenen oder zumindest größeren Kindern ab ca. 12-14 Jahren. Ein guter Kompromiss sind hier die Puppenhäuser von Lundby, die die Detailverliebtheit von Miniaturen mit der Robustheit von Kinder-Puppenhäusern verbinden.