Puppenhaus aus Plastik – was muss man beim Kauf bedenken?

Momentan gibt es, wenn es um Puppenhäuser geht, eigentlich nur zwei Alternativen: Holz oder Plastik. Langsam tauchen auch Modelle aus verstärktem Karton auf, doch diese sind noch recht selten. Mit Puppenhäusern aus Holz haben wir uns bereits in einem Artikel auseinandergesetzt. Nun wird es Zeit, dass wir uns auch die Puppenhäuser aus Plastik etwas genauer anschauen.

Puppenhäuser aus Plastik haben, seitdem sie erstmals auf den Markt kamen, stetig an der Vorherrschaft der klassischen Holz Puppenhäuser genagt.
Dabei haben sie ein paar Vorteile in ihrer Ecke, mit denen Holz nun mal nicht mithalten kann. Der wohl wichtigste ist die einfache Produktion. Da Plastik kein Naturprodukt ist, ist die Produktion maschinell leichter möglich. Auch die Kosten für die Rohmaterialien sind sehr gering. Dadurch sind Puppenhäuser aus Plastik nun mal perfekt für den Massenmarkt geeignet.

Für den Verbraucher ist das eher egal – hier ist vor allem die große Pflegeleichtigkeit von Plastik Puppenhäusern ein Vorteil. Plastik kann man sehr einfach abwaschen, ohne sich sorgen um Lack oder ähnliches machen zu müssen. Etwas warmes Seifenwasser und ein ordentlicher Lappen, und schon kriegt man eigentlich jeden Schmutz in ein paar Sekunden weg. Es besteht auch keine Gefahr, dass sich irgend ein Dreck ins Material rein frisst. Das macht Plastik sehr Pflegeleicht und Hygienisch, was bei dem ständigen Kontakt mit kleinen Kindern ein definitives Plus ist.
Wenn man Interesse an einer typischen Marke für Kinderspielzeug hat, dann führt eigentlich kein Weg vorbei am Plastik-Puppenhaus. Playmobil, Lego/Duplo, Matell/Barbie – praktisch alle Puppenhäuser von bekannten Kinderspielzeug Herstellern sind ausschließlich aus Plastik. Das trägt dazu bei, dass die Vielfalt des Zubehörs und der Möbel für Puppenhäuser aus Plastik wirklich sehr groß ist. Es gibt garantiert etwas für jeden Geschmack. Und, da man kann bei den Puppenstubenmöbeln natürlich auch wunderbar Plastikmöbel und Holzmöbel mischen.
Dieses Mischen kann vor allem notwendig sein, wenn der Nachwuchs kein großer Fan der Farbe Rosa ist. Diese ist nämlich gerade bei Plastik Puppenhäusern und Puppenhausmöbeln geradezu erdrückend stark vertreten.
Die Haltbarkeit ist bei Plastik Puppenstuben ein bisschen ein zweischneidiges Schwert. Einerseits gibt es normalerweise weniger Einzelteile als bei Holz-Puppenhäuser, wodurch weniger kaputtgehen kann. Andererseits ist aber jeder Schaden der doch passiert ärgerlicher, weil er schwer zu reparieren ist. Wenn ein Plastikteil bricht, dann kann man es vielleicht kleben, aber wirklich viel Möglichkeiten hat man nicht.
Im gleichen Sinne ist es schwer Plastik-Puppenhäuser zu erweitern oder individuell zu gestalten. Sie kommen mit einem fest vorgegebenen Aussehen und bleiben dann so bis ans Ende ihrer Tage. Selbst die Wände in einem Zimmer anmalen, oder gar ein zusätzliches Stockwerk anbauen ist im Normalfall ganz einfach nicht möglich.
Auch aus Umwelttechnischer Sicht ist Plastik natürlich nicht gut. Das liegt nicht nur daran, dass das Plastik nicht wirklich weiter verwertet werden kann, sondern auch daran, dass die Lebenserwartung für Plastik-Puppenhäuser deutlich kürzer ist, als die von Holz-Puppenhäusern. Holz-Puppenhäuser haben eher etwas Zeitloses und verlieren kaum an Charme über die Jahre. Plastik-Puppenhäusern hingegen sieht man nach einiger Zeit ihr Alter doch recht deutlich an. Gerade im heutigen Zeitalter, in dem versucht wird von der Wegwurfmentalität weg zu kommen ist das natürlich unangenehm.
Vielleicht sind auch deshalb Plastik-Puppenstuben in der Welt der ernsthaften Puppenstuben und Miniatur Hobbyisten praktisch nonexistent. Dort herrscht das Holz alleine.